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Förderung der Harnkontinenz Definition

Mit dem Expertenstandard zur Förderung der Harnkontinenz in der Pflege soll das Thema Harninkontinenz und Kontinenzförderung vertieft werden. Dabei geht es hauptsächlich  um  die Problematik bei erwachsenen Patienten und Bewohnern und richtet sich an Pflegefachpersonal aus den Bereichen der ambulanten und stationären Pflege und Gesundheitsversorgung.

Probleme sollen so rechtzeitig erkannt und analysiert werden. Dazu dienen die Erhebung des aktuellen Kontinenzstatus des Patienten und die Einteilung in ein Kontinenzprofil. Mit Hilfe von unterschiedlichen Interventionsmöglichkeiten soll in Zusammenarbeit mit Ärzten, die Kontinenz erhalten oder verbessert werden. Eine festgestellte Harninkontinenz wird behoben, oder so weit wie möglich verringert bzw. durch Hilfsmittel ausgeglichen.
Harnkontinenz Definition

Harnkontinenz Definition

Nach der Definition der DNQP-Expertenarbeitsgruppe ist Harnkontinenz "die Fähigkeit, willkürlich und zur passenden Zeit an einem geeigneten Ort, die Blase zu entleeren." Dazu gehört "die Fähigkeit, Bedürfnisse zu kommunizieren, um Hilfestellungen zu erhalten, wenn Einschränkungen beim selbständigen Toilettengang bestehen" (Royle und Walsh, zit. in Getliffe & Dolman 1997).

Voraussetzung:
gesunde Blasenfunktion (Harndrang fühlen, Kontraktion hinauszögern, Miktion willentlich starten, Blase vollständig entleeren können)
kommunikative Fähigkeiten, um Ausscheidungsbedürfnis mitzuteilen
kognitive Fähigkeiten für das Erkennen des Harndrangs und Toilettennutzung

Harninkontinenz ist jeglicher unwillkürlicher Harnverlust (Abrams et al. 2002). Damit wird die Unfähigkeit bezeichnet, die Entleerung der Blase willentlich kontrollieren. Es kommt zum ungewollten Abgang von Urin.

Kursübersicht Kontinenzförderungsmanagement

Wir bieten Ihnen drei Kurse aus dem Bereich Kontinenzförderungsmanagement an.

Die bedarfsgerechten Kurse von hygenia vermitteln Ihnen das nötige Wissen und unterstützen Sie bei einer fachgerechte Umsetzung.

Ziele Kontinenzförderungsmanagement

Angestrebtes Ziel ist immer die Erhaltung der Kontinenz des Patienten/Bewohners. Kommt man auf Grund der medizinischen Einschätzung dazu, dass dieses Ziel nicht mehr erreichbar ist, sollte auf einer sechsfach abgestuften Skala jeweils das für die Person nächst bessere Niveau erreicht werden.

 

  1. Kontinenz
  2. unabhängig erreichte Kontinenz (Maßnahmen werden selbständig durchgeführt)
  3. abhängig erreichte Kontinenz (Maßnahmen werden mit Unterstützung durchgeführt)
  4. unabhängig kompensierte Inkontinenz (selbständiger  Umgang mit Hilfsmitteln)
  5. abhängig kompensierte Inkontinenz (Unterstützung und Einsatz von Hilfsmitteln)
  6. nicht kompensierte Inkontinenz (Unterstützung und Hilfsmittel werden nicht genutzt/bzw. zugelassen)